Wallboxen für Mehrfamilienhaus mit RFID und Lastmanagement

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openWB
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Re: Wallboxen für Mehrfamilienhaus mit RFID und Lastmanagement

Beitrag von openWB »

Aber das ist alleine das Problem des VNB, der muss das im Zweifel installieren?
Nicht zwingend, muss man absprechen.
Bedeutet die Gemeinschaft kann "einfach" die Leitungen legen (mit der Förderung) und danach kann jeder Eigentümer eine Wallbox seiner Wahl installieren (oder auch nicht). Jeder Eigentümer meldet einzeln beim VNB an (weil eigener Zähler) und irgendwann wird der VNB vermutlich sagen jetzt bracht es nach §14a ein IMSys mit Lastregelung für alle Wohnungen bevor die nächste Wallbox genehmigt wird (trägt die Kosten dafür der VNB?). Weil nach 2024 müssen alle installierten Wallboxen das prinzipiell unterstützen damit sie überhaupt installiert werden dürfen (kein Bestandsschutz, alle Wallboxen werden dann im Zweifel abgeregelt, nicht nur die neuen).
Der sinnigere Weg ist ein System zu installieren das untereinander kommuniziert. Eben um unterschiedliche zu umgehen und ein funktionales Lastmanagement zu haben. Das rate ich euch auch dringend, sonst heißt es später ggf. wieder abbauen und umrüsten.
§14a ist eher eine Dimension größer gedacht als der lokale Hausanschluss. Im Zweifel kriegt ihr ein Angebot was aufbuddeln und dickere Leitung kostet sofern möglich.
Dem vorzubeugen durch ein Lastmanagement macht unebdingt sinn.
Lokales Lastmanagement (wenn Dusche, Fön, Wasserkocher und Herd an sind und dann das EV lädt) ist dann Angelegenheit der einzelnen Eigentümer, wäre sehr sinnvoll wenn die installierte Wallbox das kann, aber wenn nicht und die Hauptsicherung für die Wohnung rausfliegt: Eigenes Problem, betrifft die anderen nicht.
Wenn es nur die eigene Wohnung ist, eigenes Problem. Wenn ein paar nahe an ihrer Grenze sind und im HAK was fliegt muss ggf. ein Elektriker anrücken und alle sitzen solange im dunkeln.
Habe ich das soweit richtig verstanden?
Das eine ist auf Gesetzen und theoretischen Rechten zu bestehen, das andere ist eine sinnige und vorallem für alle kostenoptimierte Lösung zu suchen.

Ersteres heißt jeder macht was er will an Wallbox und der Anschluß wird aufgebohrt -> maximal teuer, keine Einschränkung
Zweiteres heißt man arbeitet gemeinsam mit einer Lastmanagement Lösung -> kosteneffizient, minimalste Einschränkung.
Bezüglich LAN und IMSys: Wenn da jetzt viele Wallboxen sind, die alle über LAN mit dem IMSys verbunden sind, man aber sichergehen möchte das, dass die Netzwerke der Wallboxen an sich isoliert bleiben (nicht das man von Wallbox A auf Wallbox B zugreifen kann um dort die Einstellungen zu ändern), würde man noch eine entsprechende Firewall benötigen oder ist das Aufgabe des VNBs jedem Zähler einen isolierten Zugang bereitzustellen?
Der VNB isoliert garnichts. EEBUS über Firewalls hinweg klappt auch nicht. Jede Anschlußstelle wird ein imSys erhalten und im lokalen Netz betrieben. Aber helfen wird euch das nicht, da diese Logik nicht den lokalen Hausanschluss überwacht.

Mit openWB als Lösung gibt es ein dediziertes LAN. Die Benutzerverwaltung ermöglicht jedem Nutzer Zugriff auf seine Wallbox aber nicht die anderen.
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Gero
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Re: Wallboxen für Mehrfamilienhaus mit RFID und Lastmanagement

Beitrag von Gero »

Irgendwann kommst du nicht umhin, den VNB auch mal einzubinden. Der hat seinerzeit das alles so abgesegnet und sieht sich nun mit der neuen Herausforderung wegen der Wallboxen konfrontiert. Je nach Dimensionierung des Hausanschlusses wird er Lastmanagement fordern oder auch nicht, weil ja jeder Eigentümer für sich nochmal 11kW will. Je nach Dimensionierung seiner eigenen Absicherung muss sich der Eigentümer um sein Lastmanagement kümmern oder halt auch nicht. Bei Mehrfamiliengebäuden bekommt bei westnetz jede Partei weniger Leistung zugesichert. (1 Partei 44kW, 2 Parteien je 40 kW, 3 Parteien je 38kW usw…; Zahlenwerte sind nur beispielhaft) Dimmung nach 14a müssen alle können, das ist ja nun die Regel.

Die openWB kônnte am Hausanschluss lastmanagen. Das erlaubt es von anderen Parteien gerade nicht genutzte Reserven auszureizen. Dabei könnten auch alle secondaries an einem jeweils eigenen Hauszähler hängen. Dynamische Strompreise gehen so eher nur zufällig, weil der Börsenstrompreis ja für alle gleich ist. In der Geimeinachaft Autos laden geht halt nur mit Kompromissen. Wenn jeder für sich eine Wallbox betreibt gehen Synergien verloren bzw. können nicht alle ein Wallbox betreiben. Denn der Hausanschluss wird eher nicht so dimensioniert sein, dass alle Parteien gleichzeitig maximal Leistung abrufen können.
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Re: Wallboxen für Mehrfamilienhaus mit RFID und Lastmanagement

Beitrag von openWB »

Nicht unwichtiger Punkt, für soetwas gibt es Tabellen.
Die sagen z.B.:
10 Parteienhaus 80A Absicherung ohne DLEs.

Wollen nun 10 Leute intelligent sein und dynamisch nachts um 3 die günstigste Stunde mitnehmen und mit 11kW laden dann wirds am nächsten Morgen dunkel sein.

Das geht halt nur mit Lastmanagement oder mit Buddeln und dickerer Leitung.
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stefan_o
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Re: Wallboxen für Mehrfamilienhaus mit RFID und Lastmanagement

Beitrag von stefan_o »

openWB hat geschrieben: Di Mär 31, 2026 10:47 am Der sinnigere Weg ist ein System zu installieren das untereinander kommuniziert. Eben um unterschiedliche zu umgehen und ein funktionales Lastmanagement zu haben. Das rate ich euch auch dringend, sonst heißt es später ggf. wieder abbauen und umrüsten.
§14a ist eher eine Dimension größer gedacht als der lokale Hausanschluss. Im Zweifel kriegt ihr ein Angebot was aufbuddeln und dickere Leitung kostet sofern möglich.
Dem vorzubeugen durch ein Lastmanagement macht unebdingt sinn.
Jetzt bin ich irritiert, das war ja mein erster Gedanke, vor allen Zählern die in das Haus führende Leitung zu überwachen, da hieß das sei Angelegenheit des VNBs und der muss das mit §14a machen.

Der Haken ist, das im Moment die Mehrheit der Eigentümer keine Wallboxen benötigt und dafür kein Geld ausgeben möchte. Ein grobe Überschlagsrechnung hat gezeigt, das mit der Förderung von 1300€ pro Stellplatz vermutlich wenn überhaupt die Leitungen gelegt werden können, aber nicht mit 1500€ pro Stellplatz Leitung+Wallbox. Bedeutet eine sofortige Installation aller Wallboxen wird aus wirtschaftlichen Gründen nicht möglich sein. Wenn die Leitungen alle liegen, könnten die Eigentümer nach und nach Wallboxen installieren.
openWB hat geschrieben: Di Mär 31, 2026 10:47 am Wenn es nur die eigene Wohnung ist, eigenes Problem. Wenn ein paar nahe an ihrer Grenze sind und im HAK was fliegt muss ggf. ein Elektriker anrücken und alle sitzen solange im dunkeln.
Die Frage ist, sind die Wohnungen in Summe höher abgesichert als das Haus (das müsste ich mal klären)? Ich meine das morgens mal alle gleichzeitig Duschen ist gar nicht mal so abwegig, wenn dann das Haus dunkel wäre das schon sehr doof. Aber wenn alles vorm Zähler in der Verantwortung des VNBs liegt, muss der das doch sicherstellen das dort ausreichend Kapazität vorhanden ist?
openWB hat geschrieben: Di Mär 31, 2026 10:47 am Das eine ist auf Gesetzen und theoretischen Rechten zu bestehen, das andere ist eine sinnige und vorallem für alle kostenoptimierte Lösung zu suchen.

Ersteres heißt jeder macht was er will an Wallbox und der Anschluß wird aufgebohrt -> maximal teuer, keine Einschränkung
Zweiteres heißt man arbeitet gemeinsam mit einer Lastmanagement Lösung -> kosteneffizient, minimalste Einschränkung.
Natürlich ist es nicht sinnvoll den Anschluss aufzubohren (auf Grund der Durchlauferhitzer sollte das auch nicht notwendig sein, die Anschlüsse sind deswegen schon groß dimensioniert, vermutlich können alle in der Nacht gleichzeitig mit 11kW laden wenn niemand Warmwasser zieht). Die Frage ist, wer ist wie für das Lastmanagement verantwortlich, der VNB oder die Gemeinschaft und wie das am besten umgesetzt werden kann, wenn die Wallboxen nach und nach installiert werden.

Ein herstellerunabhängiger Standard zum Lastmanagement wäre da sehr wünschenswert, vielleicht kann im Zweifel die Gemeinschaft ja was mit EEBUS installieren
openWB hat geschrieben: Di Mär 31, 2026 10:47 am Der VNB isoliert garnichts. EEBUS über Firewalls hinweg klappt auch nicht. Jede Anschlußstelle wird ein imSys erhalten und im lokalen Netz betrieben. Aber helfen wird euch das nicht, da diese Logik nicht den lokalen Hausanschluss überwacht.
Über eine entsprechend konfigurierte Firewall würde das bestimmt gehen (ich meine nicht Fritz!Box, sondern ein professionelles Gerät mit entsprechenden Konfigurationsmöglichkeiten wie opnSense/pfSense). Natürlich hat das wenig Sinn, wenn die Zuleitung des Hauses nicht überwacht wird.

Ich werde mal den VNB kontaktieren und Fragen, wie der die Sache sieht. In der Vergangenheit war der immer sehr kooperativ und lösungsorientiert.
openWB hat geschrieben: Di Mär 31, 2026 11:24 am 10 Parteienhaus 80A Absicherung ohne DLEs.
Das wird hier sicher nicht der Fall sein, wegen der Durchlauferhitzer, da könnten ja nicht mal 3 von 10 Parteien zeitgleich duschen ohne das die Sicherung fliegt.
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