PV-Laden mit Fronius-WR und 70%-Regelung
Verfasst: Di Nov 03, 2020 2:12 pm
Moin,
ich habe die vorhandene PV-Installation (8,16kWp) folgendermaßen um einen OpenWB-Ladepunkt (erst mal 11kW, später eventuell Erweiterung auf 22kW, wozu aber der alte Hausanschluss erst noch aufgerüstet werden muss) erweitert:
Der Wechselrichter sitzt im Keller zusammen mit der PV-Unterverteilung (PV-FI Typ B 300mA+PV LS, neu dazu LS 3*16A für den Ladepunkt). Von dort liegt ein 5*6mm^2 Erdkabel in die Garage, an dem die OpenWB1 hängt (hier hängt der FI Typ B 30mA und es geht wie gewohnt weiter in den Modbus-Zähler für OpenWB).
Von der Verteilung im Keller geht 5*10mm^2 nach oben ins Haus zur Hauptverteilung. Dort hängt ein S0-Zähler, der den Eigenverbrauch misst und über den der WR auch die 70%-Regelung erledigt. Der WR misst soweit korrekt den Verbrauch des Hauses und regelt die PV entsprechend auf 70% + Eigenverbrauch aus.
Folgendermaßen habe ich OpenWB konfiguriert:
Kommunikation mit dem OpenWB-Zähler und dem WR geht grundsätzlich, aber natürlich habe ich jetzt das Problem, dass der WR den Eigenverbrauch durch den Ladepunkt nicht sieht, sondern Erzeugung minus Haus-Verbrauch rechnet, um auf die eingespeiste Leistung zu kommen. Somit bekomme ich die PV-Anlage nicht über 70%, und auch die Anzeige in OpenWB stimmt natürlich nicht:
Links im Bild sieht man auch, was der Wechselrichter zur selben Zeit berechnet hat.
Nun ist mir leider die Firma, die die PV-Anlage errichtet hat, abhanden gekommen (pleite), deshalb frage ich mal euch hier um Rat, wie ich die ganze Geschichte korrekt zum Laufen bekomme. Evtl. gibt's ja den ein oder anderen Fronius-Spezi? Ansonsten wende ich mich mal an ein PV-Forum... Nebenbei suche ich mir auch gerade einen neuen Elektriker für die PV-Betreuung, aber aktuell bekommen wir nicht mal die Zugangsdaten zum WR von der alten Firma.
Was ich mir so vorstelle wäre: Könnte ich die aktuellen Messdaten des Modbus-Zählers aus dem Ladepunkt irgendwie noch vom Wechselrichter mit abfragen lassen, also quasi als zweiten Eigenverbrauchszähler? Dazu müsste entweder die OpenWB-Software auf dem Raspberry Pi den Messwert über Modbus TCP anbieten (das sollte der WR können, hoffe ich) oder aber ich ersetze den USB-RS485-Adapter gegen einen Ethernet-RS485-Adapter, damit also der Raspberry Pi und der Wechselrichter beide per TCP den Zähler abfragen können...
Leider kann ich den S0-Zähler im Haus nicht entsprechend versetzen, damit er Haus-Verbrauch und Ladepunkt-Verbrauch "sehen" kann, da ich dazu erstens den Hausflur aufreißen müsste und zweitens in dem alten Hausanschluss überhaupt keinen Platz mehr habe für irgendwas. Das war damals bei Errichtung der PV-Anlage schon tricky genug, auf SLS umzurüsten und den S0-Zähler noch mit reinzuquetschen, um nicht die ganze Hauptverteilung erneuern zu müssen.
ich habe die vorhandene PV-Installation (8,16kWp) folgendermaßen um einen OpenWB-Ladepunkt (erst mal 11kW, später eventuell Erweiterung auf 22kW, wozu aber der alte Hausanschluss erst noch aufgerüstet werden muss) erweitert:
Der Wechselrichter sitzt im Keller zusammen mit der PV-Unterverteilung (PV-FI Typ B 300mA+PV LS, neu dazu LS 3*16A für den Ladepunkt). Von dort liegt ein 5*6mm^2 Erdkabel in die Garage, an dem die OpenWB1 hängt (hier hängt der FI Typ B 30mA und es geht wie gewohnt weiter in den Modbus-Zähler für OpenWB).
Von der Verteilung im Keller geht 5*10mm^2 nach oben ins Haus zur Hauptverteilung. Dort hängt ein S0-Zähler, der den Eigenverbrauch misst und über den der WR auch die 70%-Regelung erledigt. Der WR misst soweit korrekt den Verbrauch des Hauses und regelt die PV entsprechend auf 70% + Eigenverbrauch aus.
Folgendermaßen habe ich OpenWB konfiguriert:
Kommunikation mit dem OpenWB-Zähler und dem WR geht grundsätzlich, aber natürlich habe ich jetzt das Problem, dass der WR den Eigenverbrauch durch den Ladepunkt nicht sieht, sondern Erzeugung minus Haus-Verbrauch rechnet, um auf die eingespeiste Leistung zu kommen. Somit bekomme ich die PV-Anlage nicht über 70%, und auch die Anzeige in OpenWB stimmt natürlich nicht:
Links im Bild sieht man auch, was der Wechselrichter zur selben Zeit berechnet hat.
Nun ist mir leider die Firma, die die PV-Anlage errichtet hat, abhanden gekommen (pleite), deshalb frage ich mal euch hier um Rat, wie ich die ganze Geschichte korrekt zum Laufen bekomme. Evtl. gibt's ja den ein oder anderen Fronius-Spezi? Ansonsten wende ich mich mal an ein PV-Forum... Nebenbei suche ich mir auch gerade einen neuen Elektriker für die PV-Betreuung, aber aktuell bekommen wir nicht mal die Zugangsdaten zum WR von der alten Firma.
Was ich mir so vorstelle wäre: Könnte ich die aktuellen Messdaten des Modbus-Zählers aus dem Ladepunkt irgendwie noch vom Wechselrichter mit abfragen lassen, also quasi als zweiten Eigenverbrauchszähler? Dazu müsste entweder die OpenWB-Software auf dem Raspberry Pi den Messwert über Modbus TCP anbieten (das sollte der WR können, hoffe ich) oder aber ich ersetze den USB-RS485-Adapter gegen einen Ethernet-RS485-Adapter, damit also der Raspberry Pi und der Wechselrichter beide per TCP den Zähler abfragen können...
Leider kann ich den S0-Zähler im Haus nicht entsprechend versetzen, damit er Haus-Verbrauch und Ladepunkt-Verbrauch "sehen" kann, da ich dazu erstens den Hausflur aufreißen müsste und zweitens in dem alten Hausanschluss überhaupt keinen Platz mehr habe für irgendwas. Das war damals bei Errichtung der PV-Anlage schon tricky genug, auf SLS umzurüsten und den S0-Zähler noch mit reinzuquetschen, um nicht die ganze Hauptverteilung erneuern zu müssen.