PV-Überschuss als Analogsignal 0-10V ausgeben

Allgemeine Fragen zum Thema SmartHome in openWB
RemiRem
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Registriert: So Nov 14, 2021 9:45 am

Re: PV-Überschuss als Analogsignal 0-10V ausgeben

Beitrag von RemiRem »

Super vielen Dank
Ich werde mir das alles mal durchlesen
Danke
aiole
Beiträge: 6612
Registriert: Mo Okt 08, 2018 4:51 pm

Re: PV-Überschuss als Analogsignal 0-10V ausgeben

Beitrag von aiole »

so - kurzes update

Ich habe die neue Hardware (DA02 "CWT-BSR-DA02B") heute mit okaegi's neuesten features (nightly v1.9.282 mit SH2.0 + Smartmq-handler viewtopic.php?p=72387#p72387) live getestet. Alles läuft perfekt (regelt super nach EVU-Überschuss) und es gibt gar keine Spannungseinbrüche mehr wie noch bei der ersten "Billigversion".

Herzlichen Dank an okaegi!

Die reale Spannungsausgabe des DA02 "CWT-BSR-DA02B"
https://m.de.aliexpress.com/item/100500 ... c2deuMsite
liegt zwischen 0,008...9,56V.
Der Ripple beträgt max. 160mV und im Schnitt 120mV. Das ist gut und taugt für jedes 0-10V-ansteuerbare Gerät.

Die nach unten gehende Spannungsabweichung von den Leistungsvorgabewerten liegt immer bei -4...-5%.

D.h., wenn man die max. verwertbare Leistungsaufnahme seines Smarthomegerätes (z.B. WP oder Heizstab mit 0-10V-Eingang) um 5% höher bei "max. Überschuss" einstellt, trifft man mit der 9,56V-Ausgabe genau den realen max. Leistungswert.

Werte >10V werden sowohl in der Software als auch im Ansteuermodul auf max. 10V begrenzt. Es kann also nichts durch falsche Ansteuerung defekt gehen.

Alles in allem ist der DA02 deutlich präziser als der 1. Versuch, mit 20mA @12V DC (0,24W) extrem stromsparend und vor allem mit Hutschienenbefestigung gut nutzbar.

Platzsparend wie ich bin, habe ich mir die 12V DC wieder aus dem PE11-RS485-LAN-Konverter abgegriffen. Dies ist leider nur für löterfarene user sinnvoll. Alle anderen können ein 1TE 12V DC Meanwell-NT separat verwenden.

Eine Installationsanleitung werde ich noch erstellen.
Aktuell ist zu viel los. Es wird kühler und die WP muss kurzfristig an den Start viewtopic.php?f=10&t=5685.

update 1
Anbei Foto der Anordnung (B ca. 100mm) und der Verdrahtungplan (! Es wird nur Ausgang A01 seitens oWB angesteuert !):
_Verdrahtungsplan_CWT-BSR-DA02B_Ausgang_A01_mit_0-10V.JPG
update 2
Ich vermute, dass das blaue Trimmpoti im CWT-BSR-DA02B zum Nachjustieren der Ausgangsspannung ist. Das muss ich bei Gelegenheit testen, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass es dafür gedacht ist. Zumindest findet man es auch an anderen Analog-Out-Geräten.
aiole
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Registriert: Mo Okt 08, 2018 4:51 pm

Re: PV-Überschuss als Analogsignal 0-10V ausgeben

Beitrag von aiole »

Dank okaegi wird nun der DA03 - hier ein King Pigeon M120T - implementiert.
viewtopic.php?f=17&t=6114

Hersteller:
https://www.iot-solution.com/modbus-tcp ... 254p1.html
aiole
Beiträge: 6612
Registriert: Mo Okt 08, 2018 4:51 pm

Re: PV-Überschuss als Analogsignal 0-10V ausgeben

Beitrag von aiole »

Verdrahtungsplan für den DA02 ergänzt.
viewtopic.php?p=74612#p74612
ms1985
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Re: PV-Überschuss als Analogsignal 0-10V ausgeben

Beitrag von ms1985 »

Mega was ihr hier leistet! Vielen Dank schon mal dafür.
Ich würde das gerne für die Ansteuerung eines externen Ladegeräts für meinen PV-Speicher nutzen (Victron Eigenbau Speichersystem).
Das Ladegerät habe ich vor ein paar Tagen bekommen und auch schon mit einem regelbaren Netzgerät getestet, musste jedoch feststellen, dass bereits bei 4,2V der angegebene Maximalstrom erreicht wird und dann bis zu 30% über Nennstrom geht (mehr habe ich mich nicht getraut).
Meine Frage wäre jetzt ob es möglich ist, die Maximalspannung einzustellen? Also z.B. 0-4,2V oder 0-5V.
Ansonsten müsste ich mir halt etwas zusammenbasteln, Spannungsteiler mit Widerständen oder so.
Aber vielleicht macht es für andere ja auch Sinn.
Danke euch!
aiole
Beiträge: 6612
Registriert: Mo Okt 08, 2018 4:51 pm

Re: PV-Überschuss als Analogsignal 0-10V ausgeben

Beitrag von aiole »

Da die 0-10V INTERN vom DAC bereitgestellt werden, geht es nur mit Spannungsteiler.
Es seitens oWB einstellbar zu machen (Grenzwert) halte ich für gefährlich (Fehlbedienung + Aufwand lohnt nicht).
Die 2 R bekommst Du schon gebacken ;). Ich würde das DAC-Gehäuse öffnen und diese versuchen, isoliert inside zu platzieren.
ms1985
Beiträge: 9
Registriert: Sa Jul 18, 2020 7:41 pm

Re: PV-Überschuss als Analogsignal 0-10V ausgeben

Beitrag von ms1985 »

Hallo Aiole,

Danke für die schnelle Antwort.
Ja das mit den 2Rs ist kein Problem.
Weißt du zufällig wieviel Strom der Spannungs-Ausgang verträgt, zwecks Auswahl der Größe der Widerstände?

Grüße Martin
aiole
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Registriert: Mo Okt 08, 2018 4:51 pm

Re: PV-Überschuss als Analogsignal 0-10V ausgeben

Beitrag von aiole »

Nein weiß ich nicht, aber ich würde mit 2x 4,7k ins Rennen gehen => 1mA
Schibeil
Beiträge: 16
Registriert: Fr Aug 05, 2022 12:34 am

Re: PV-Überschuss als Analogsignal 0-10V ausgeben

Beitrag von Schibeil »

aiole hat geschrieben: Sa Nov 05, 2022 11:15 am so - kurzes update

Ich habe die neue Hardware (DA02 "CWT-BSR-DA02B") heute mit okaegi's neuesten features (nightly v1.9.282 mit SH2.0 + Smartmq-handler viewtopic.php?p=72387#p72387) live getestet. Alles läuft perfekt (regelt super nach EVU-Überschuss) und es gibt gar keine Spannungseinbrüche mehr wie noch bei der ersten "Billigversion".

...

Hallo Aiole,

Dir und allen anderen, die sich hier so großartig einbringen, vielen herzlichen Dank. Ohne das Forum wäre der Betrieb der openWB mindestens bei mir stark eingeschränkt.

Ich bin dabei, meinen Überschuss, den ich im Sommer trotz BEV relativ konstant und im Winter auch an manchen Tagen habe, zur Warmwasserbereitung zu nutzen. Meine Ölheizung ist aber schon 25 Jahre alt, läuft zwar noch problemlos, aber man weiß ja nie, wie lange, außerdem habe ich nur einen 150l-Speicher. Daher will ich den Investitionsaufwand möglichst gering halten.

Die von Dir in dem Post gezeigte Lösung gefällt mir sehr gut, ich schwanke noch in bisschen, ob ich als DAC den N4DAC02 oder den CWT-BSR-DA02B nehme. Letztere hat den Vorteil, dass er sich besser in einen Kleinverteiler einbauen lässt, dann sieht das nicht so gefrickelt aus.

Nicht so ganz klar ist mir die Funktionsweise des protoss pe11. Prinzipiell könnte ich auch einen USB - RS 485-Konverter nehmen und ein Kabel verlegen, wäre aber nicht wesentlich günstiger und die Kabelverlegung wird relativ aufwändig. Der protoss pe11 wird ins WLAN eingebunden, muss doch aber irgendwie mit dem Raspberry der openWB gekoppelt werden, damit er weiß, wo er seinen Input abzurufen hat. Ich hab leider im Netz keine Anleitung gefunden. LAN-Kabel verlegen wäre ja noch aufwändiger, als ein RS 485-Kabel.

Außer frage ich mich, ob das WLAN-Signal sauber ankommt. Am Ort ist es sehr stark, aber ich will in den Kleinverteiler (aus Kunststoff) auch den Thyristorsteller für den Heizstab einbauen, könnte der stören, gibt es da Erfahrungen?

Ich wäre Dir sehr dankbar, wenn Du (oder auch jemand anderes) mir da weiterhelfen könntest.

Gruß und Dank im Voraus
Andreas
openWB series2 custom mit AddOn Platine/Phasenumschaltung, RFID, ohne Display
Software 1.9.275
PV Modul Kostal Plenticore (9,88 kWp)
EVU Modul Kostal Plenticore mit EM300/KSEM
Batteriespeicher Kostal Plenticore mit Speicher (BYD 7,7 kWh)
EV Kia EV6
aiole
Beiträge: 6612
Registriert: Mo Okt 08, 2018 4:51 pm

Re: PV-Überschuss als Analogsignal 0-10V ausgeben

Beitrag von aiole »

Hallo Andreas,

kein Problem - wir wollen open source SW für alle verfügbar machen, da auch die Energiewende nur von allen stemmbar ist ;).

Zunächst würde ich für die RS485 -> 0-10V-Transformation den DA02 (da Steuerspannungseinbrüche beim ersten DAC viewtopic.php?p=73843#p73843) empfehlen, weil dieser sowohl von der HW als auch SW deutlich professioneller gemacht ist. Das ist wichtig, um nicht im Nachhinein Ärger zu bekommen (z.B. abrupte Stops der WP)

Um die Daten aus dem (openWB-) LAN auf den DA02 zu bringen braucht es noch die WLAN-Variante des Protoss PE11-> PW11.

VG aiole
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