Produktberatung

openWB
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Re: Produktberatung

Beitrag von openWB »

Eine CEE16A Dose sicherst du dann auch mit 32A ab nur weil eine ausreichend dimensionierte Leitung hingeht?


Im Normalbetrieb ist es nicht möglich die 20A zu knacken, auch nicht bei erheblicher Fehlkonfiguration. Es geht ausschließlich um Fehler- und Kurzschlussfälle.
Ist also ein reines Sicherheitsthema.
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Gero
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Re: Produktberatung

Beitrag von Gero »

Philip hat geschrieben: Di Mär 17, 2026 9:52 am In unserem Haus sind m.W. jedenfalls alle Leitungen entsprechend ihrer Dimensionierung abgesichert, nicht entsprechend der Geräte, die daran installiert sind.
Das ist so auch völlig korrekt. Der Leitungsschutzschalter (ugs. SIcherung) schützt die Leitung dahinter und die beiden müssen zusammen passen. Natürlich ist es erlaubt eine Leitung kleiner abzusichern, macht aber im Normalfalle keinen Sinn. Es gibt aber Elektriker, die an einer 3x16A-Sicherung erkennen, dass die Wallbox dahinter 11kW kann. Egal wie dick das Kabel ist, was dahin geht. So bekommt man vom Elektriker eine 11kW-Bestätigung, auch wenn er die Wallbox nicht kennt.

Die SE kommt mit einem 20A-Kabel zurecht. Die kann auch nicht mehr. Die series2 ist auf 22kW ausgelegt und kann im Ladecontroller nicht laienbedienbar auf 11kW limitiert werden, so dass softwaremäßig da keine 11kW fließen.

Und nun mal für deinen Fall, vorausgesetzt der Q8 kann einphasig mehr als 16A: Sprich mit dem Elektriker wie er die Leitung zur Wallbox maximal absichern würde. Sagt er 20A, kauf eine SE. Sagt er 32A, kannst Du eine series2 kaufen, so Du eine 22kW Wallbox vom VNB genehmigt bekommst.
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Philip
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Re: Produktberatung

Beitrag von Philip »

Naja, der Threadersteller hatte ja das Thema mit Series2 vs. SE. Ich hatte eine Series2 und hab die zur SE Duo umbauen lassen. Jetzt stell ich mir die Frage, ob ich die weiterhin an der 32A-Absicherung betreiben kann oder nicht - weil openWB schreibt, dass "eine höhere Absicherung nicht erlaubt" sei.

Die Series2 wurde als 11kW Wallbox angemeldet und betrieben. Das gleiche ist für die SE geplant. Ob die einphasig 20A für mich relevant sind (sprich: das Auto das kann), weiß ich nicht sicher. Das würde aber ja einfach funktionieren oder nicht.
openWB
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Re: Produktberatung

Beitrag von openWB »

Gerade bei der Duo sind die 20A sinnvoll.
Dein Auto wird zu 99% einphasig 20A können und wenn 2x sofort laden machen kriegst je Ladepunkt 10A statt 8.
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Philip
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Re: Produktberatung

Beitrag von Philip »

okay. Also: 20A Absicherung sinnvoll, um die Leistung auszuschöpfen. 32A Absicherung "gehen", sind aber nicht erlaubt/empfohlen, um Schäden an der Wallbox im Falle eines Kurzschlusses o.Ä. zu vermeiden. Ist das so korrekt?
Danke!
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Re: Produktberatung

Beitrag von aiole »

Philip hat geschrieben: Di Mär 17, 2026 11:55 am okay. Also: 20A Absicherung sinnvoll, um die Leistung auszuschöpfen. 32A Absicherung "gehen", sind aber nicht erlaubt/empfohlen, um Schäden an der Wallbox im Falle eines Kurzschlusses o.Ä. zu vermeiden. Ist das so korrekt?
Danke!
Ja - 32A sind bei der SE NICHT ZULÄSSIG, da das die interne Verkabelung und das zugehörige Ladekabel nicht hergeben.
-> LSS mit 20A max. ist einzubauen.
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Re: Produktberatung

Beitrag von Gero »

aiole hat geschrieben: Di Mär 17, 2026 7:51 pm Ja - 32A sind bei der SE NICHT ZULÄSSIG, da das die interne Verkabelung und das zugehörige Ladekabel nicht hergeben.
-> LSS mit 20A max. ist einzubauen.
Hmmm, aber das wiederspricht meinem Verständnis. Jedes elektrische Gerät muss so konstruiert sein, dass es mit dem von dem Gerät benötigtem Strom auskommt und dabei keinen Schaden nimmt. An einer Schuko-Dose kann ich ein Handy-Netzteil anschließen oder einen Heizlüfter ohne die Sicherung zu tauschen. Ein Handy-Netzteil wird garantiert abrauchen, wenn die vollen 16A da durch gehen.

Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass eine openWB SE an einer mit 32A abgesicherten Leitung nicht betrieben werden darf. Und wenn eine Wallbox als Gerät, welches seinen Stromdurchfluß nicht selbst bestimmt - es ist ja das Auto, welches den ihn signalisierten Strom nimmt und das könnte sich ja mal nicht an die Begrenzung halten - dann sollte die benötigte 20A-Sicherung im Gerät verbaut sein. Genau so verhält sich ja auch ein Handy- oder nehmen wir besser ein Steckernetzteil: Wenn der angeschlossene Verbraucher die Leistungsfähigkeit des Netzteils überschreitet dann sorgt eine im Netzteil eingebaute Sicherung dafür, dass dieser Strom nicht fließt und das Netzteil zerstört.

EDIT: Aber gut, eine openWB wird ja von einem Elektriker fest angeschlossen und da können andere Vorschriften gelten. Aber gerade beim Strom mit den vielen Sicherheitsböden finde ich das höchst ungewöhnlich. Aber da wird ja sicherlich ein leuchtfarbener Zettel in jeder SE liegen, die auf die Notwendigkeit der angepassten Absicherung hinweist.
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Re: Produktberatung

Beitrag von Philip »

@Gero: Genau das ist auch die Argumentation des Elektrikers. Bei meiner umgebauten Series2 --> SE Duo lag kein Hinweis zur Installation bei, abgesehen von einem Aufkleber im Inneren, wie die Ladekabel anzuschließen sind.
openWB
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Re: Produktberatung

Beitrag von openWB »

Aber da wird ja sicherlich ein leuchtfarbener Zettel in jeder SE liegen, die auf die Notwendigkeit der angepassten Absicherung hinweist.
Die Installationsanleitung und das technische Datenblatt sind zu beachten.

Zudem reden wir hier vom Fehlerfall, ein Kabelbruch mit Kurzschluss z.B.

Der Elektriker kann zwar seine Meinung haben, Hersteller Vorgaben sind aber zu beachten.
Z.B. das wir keinen extra FI Typ A vorgeschaltet benötigen, andere WB aber schon.
Ein Blick in die technischen Daten verrät ihm sowas.
Leider auch oft gesehen, es darf schlicht keiner davor.
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Re: Produktberatung

Beitrag von seaspotter »

Gero hat geschrieben: Mi Mär 18, 2026 6:16 am Hmmm, aber das wiederspricht meinem Verständnis. Jedes elektrische Gerät muss so konstruiert sein, dass es mit dem von dem Gerät benötigtem Strom auskommt und dabei keinen Schaden nimmt. An einer Schuko-Dose kann ich ein Handy-Netzteil anschließen oder einen Heizlüfter ohne die Sicherung zu tauschen. Ein Handy-Netzteil wird garantiert abrauchen, wenn die vollen 16A da durch gehen.

Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass eine openWB SE an einer mit 32A abgesicherten Leitung nicht betrieben werden darf. Und wenn eine Wallbox als Gerät, welches seinen Stromdurchfluß nicht selbst bestimmt - es ist ja das Auto, welches den ihn signalisierten Strom nimmt und das könnte sich ja mal nicht an die Begrenzung halten - dann sollte die benötigte 20A-Sicherung im Gerät verbaut sein. Genau so verhält sich ja auch ein Handy- oder nehmen wir besser ein Steckernetzteil: Wenn der angeschlossene Verbraucher die Leistungsfähigkeit des Netzteils überschreitet dann sorgt eine im Netzteil eingebaute Sicherung dafür, dass dieser Strom nicht fließt und das Netzteil zerstört.

EDIT: Aber gut, eine openWB wird ja von einem Elektriker fest angeschlossen und da können andere Vorschriften gelten. Aber gerade beim Strom mit den vielen Sicherheitsböden finde ich das höchst ungewöhnlich. Aber da wird ja sicherlich ein leuchtfarbener Zettel in jeder SE liegen, die auf die Notwendigkeit der angepassten Absicherung hinweist.
Ortveränderliche Betriebsmittel = An der Schuko Steckdose und Nicht ortsveränderliche Betriebsmittel wie eine fest angeschlossene Wallbox, ein Wechselrichter, eine Wärmepumpe sind schon ein Unterschied. Und wenn es Herstellervorgaben gibt, hat sich der Elektriker genau daran zu halten. Es gibt auch mehr als genug Wechselrichterhersteller die genau vorgeben welche Absicherung und welche Charateristik der LS Schalter zu haben hat. Genauso geben Wallbox und Wärmepumpenhersteller vor ob da ein Typ B RCD davor gehört oder nicht. Wenn es keine Vorgaben gibt, dann sollte der Elektriker nach Norm und Auslegung der Leitung umsetzen.
Und das Beispiel kam ja auch schon: Eine 16A CEE sichere ich nicht mit 32A, nur weil es die Leitung hergibt, sondern mit 16A, weil die CEE Dose gar nicht mehr kann und genauso dazu gehört.
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